Anno 1878

Am 26. August 1878 erwirbt Carl Baack aus Hamburg die Huf- und Wagenschmiede vom Schmiedemeister Hinrich Delfs in Oelixdorf. Dazu gehören neben einer Kartenstelle, das sämtliche vorhandene Schmiedegerät und bereits eine Dampfmaschine. Der Kaufpreis betrug 9300 Mark. Der Verkäufer versprach noch dem Käufer „400 Kilo gute gesunde Kartoffeln unentgeltlich zu liefern“.

Als Carl Baack 1879 verstarb, übernahm seine Frau Christine Auguste den Schmiedebetrieb.

1883 erwarb Hermann Carl Friedrich Baack die Schmiede von seiner Schwägerin. In der Schmiede wurden jetzt erstmals Spaten hergestellt und zwar Tonspaten für die Lägerdorfer Zementfabrik, die noch heute Spaten aus unserer Schmiede bezieht.

Um 1895 setzte Hermann Baack den ersten Dampfhammer in der Spatenproduktion ein. Das bedeutete für unseren kleinen Handwerksbetrieb einen großen Fortschritt, da bisher das glühende Eisen mit großen Hämmern per Hand bearbeitet worden war.

Als Hermann Baack 1914 verstirbt, tritt sein Sohn Robert die Nachfolge an. Im ersten Weltkrieg musste er auf einer Kieler Werft arbeiten und nur an den Wochenenden liefen in der Oelixdorfer Spatenschmiede die Maschinen.

Schmiedemitarbeiter Baack Spatenschmiede 1928
Mitarbeiterfoto von 1928

1927 wurde eine neue Dampfmaschine angeschafft und der Schornstein, das Wahrzeichen des Betriebes, entstand. Somit konnte die Herstellung von Spaten verbessert und erheblich ausgeweitet werden.

Als Robert Baack 1936 verstirbt, führt seine Frau Magarete den Betrieb bis zum Ende des zweiten Weltkriegs weiter. 1945 gab sie die Schmiede an zwei ihrer vier Söhne ab, Otto und Hermann Baack.

1946 erfolgte die Umstellung des Maschinenbetriebs von Dampf auf Elektrizität.

1955 schied Otto Baack aus dem Betrieb aus. Sein Bruder Hermann setzte die Produktion von Spaten fort. Durch Zukauf moderner Maschinen und der Umstrukturierung des Betriebs, erreichte er einen beträchtlichen Fortschritt in der Produktion.

Spatenschmiede Baack in Oelixdorf
Luftbild Baack Spaten 1956 Oelixdorf

Am 26. August 1978 feierte unsere Schmiede ihr 100 jähriges Bestehen. Noch im selben Jahr begann der Umzug in die neu gebaute Betriebshalle nach Hohenlockstedt. Ein unausweichlicher Schritt, um eine Erweiterung der Kapazitäten in den zu eng gewordenen Räumlichkeiten der alten Schmiede zu ermöglichen.

1979 übernimmt Axel Baack die Schmiede in Hohenlockstedt. Als erster Ingenieur der Firmengeschichte löste er den letzten Schmiedemeister ab. Sein Maschinenbaustudium ermöglichte es, das Unternehmen mit neuen, selbstkonstruierten Spezialmaschinen und der Optimierung der alten Produktionsanlagen entscheidend weiterzuentwickeln.

Im Jahr 2008 tritt Sven Baack als erster Kaufmann in die Firma ein, um gemeinsam mit seinem Vater das Unternehmen zu modernisieren.

2009 wird ein zusätzlicher Lufthammer zum Schmieden eingesetzt. Der Schmiedevorgang, der nun von 3 Gesellen durchgeführt wird, ermöglicht neben einer Verbesserung der Oberfläche und einer Produktionserhöhung auch eine erhebliche Energieeinsparung.

2017 verstirbt Axel Baack und sein Sohn Sven, der bereits seit 2012 ebenfalls Geschäftsführer ist, leitet das Unternehmen weiter.

Seit über 140 Jahren schmiedet die Familie Baack mit großem Einsatz und Leidenschaft Werkzeuge höchster Qualität. Durch nachhaltige Produkte wollen wir unseren Anteil an einem umweltbewussten Umgang mit unseren Ressourcen leisten. Im Einklang damit, ist es unser Ziel, den höchst möglichen Qualitätsansprüchen weiterhin gerecht zu werden.

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